40.000 Euro für den Landkreis
Weiterer Preis für den Schulkomplex Olbersdorf
Der Landkreis Görlitz ist einer von drei Gewinnern des Bundeswettbewerbs „Kommunaler Klimaschutz 2011“, den das Bundesumweltministerium in Kooperation mit der „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“ ausgeschrieben hat. Landrat Bernd Lange nahm heute den Preis in Berlin aus der Hand von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen entgegen. Ausgezeichnet wurde die energetische Sanierung des Schulkomplexes Olbersdorf. Das Projekt zeigt, dass eine energetisch vorbildliche Sanierung mit ökologisch effizienten Lösungen und damit CO2-Einsparungen auch im Bereich des Denkmalschutzes möglich ist. Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Bernd Lange dazu: „Gemeinsam mit dem zuständigen Bauamt und dem Schulamt haben wir überlegt, das Preisgeld für die weitere energetische Sanierung in der Olbersdorfer Schule einzusetzen.“
Das architektonisch einmalige Gebäude an der Verbindungsstraße zwischen Zittau und Olbersdorf hatte schon 1924 als Baumodell auf der Pariser Weltausstellung fungiert. Das Kulturdenkmal gilt als bedeutendes regionales Beispiel für den sächsischen Schulbau der Weimarer Republik. Seit 2006 stand es leer. Im Rahmen eines Forschungsprojektes kooperierte der Landkreis bei der Schulsanierung mit der Hochschule Zittau/Görlitz. So ließen sich innovative und besonders energieeffiziente Verfahren einsetzen. Die Schullüftung erfolgt nun über Zuluft-Kastenfenster, die über eine CO2-Abluftanlage gesteuert werden. Lichtschächte und Lichtlenkeinrichtungen sorgen für eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht. Reicht das Tageslicht nicht aus, schaltet eine automatische Lichtsteuerung Kunstlicht hinzu. Auch die Abschaltung des Lichtes nach Schulschluss erfolgt automatisch. Geheizt wird mit Umweltenergie und mit Hilfe einer Gaswärmepumpe. Die Finanzierung der Sanierung erfolgte zu insgesamt 80 Prozent aus Fördermitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen und zu 20 Prozent aus Eigenmitteln des Landkreises. Die Kosten lagen bei rund 8,8 Millionen Euro.
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