Bautzens starke Männer
… holen kompletten Medaillensatz im Kreuzheben
Einen überaus erfreulichen Jahresabschluss erlebten Hubert Wagner, Toralf Haaser und Michael Hurtig am vergangenen Samstag bei den Deutschen Meisterschaften im Kreuzheben im brandenburgischen Lauchhammer. In der Gewichtsklasse bis 83 kg konnten die beiden KBV-Athleten Hubert Wagner und Michael Hurtig am Ende jubeln. Hubert, aufgrund seiner bei den Welt- und Europameisterschaften gezeigten Kreuzhebeleistungen in der Rolle des absoluten Favoriten startend, wurde dieser mehr als gerecht. Bereits sein Einstiegsversuch lag mit 290 kg um 30 kg über dem späteren Silberwert. Nachdem ihm dieser souverän gelangen, ließ er nach 305 kg im dritten Versuch auf den neuen Deutschen Rekord-Wert von 312,5 kg steigern. Er ließ sich die Chance nicht nehmen und gewann damit sowohl die Gewichtsklasse und mit über 210 Relativpunkten auch mit großem Vorsprung als erster Bautzener die Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaften. Seine Leistung wurde selbst in den Gewichtsklassen bis 93 kg und bis 105 kg von keinem Athleten geschafft.
Michael Hurtig, welcher normalerweise eine Klasse höher startet, rechnete sich ebenfalls Medaillenchancen aus. Doch bereits beim Aufwärmen wurde ihm klar, dass das Abnehmen in Verbindung mit einer Erkältung mächtig Körner gekostet hatte. Zwar schaffte er den Einstiegsversuch mit 240 kg, musste sich dabei jedoch schon deutlich anstrengen. Um im Medaillenrennen zu bleiben, ließ er auf 255 kg steigern. Trotz Aufbietung aller Kräfte musste er den Versuch auf halber Höhe abbrechen und sah seine Chancen schwinden. Doch auch die Konkurrenz überschätze ihre Kräfte und Michael kämpfte sich noch einmal zurück. Zentimeter für Zentimeter zog er im letzten Versuch die 255 kg nach oben und wurde für seinen Kampf gegen die Hantel mit der nicht mehr erwarteten Bronzemedaille belohnt.
Angespornt von den Leistungen seiner beiden Vereinskameraden rechnete sich auch Toralf Haaser nach langjähriger DM-Abstinenz in der Klasse bis 105 kg eine vordere Platzierung im 9-köpfigen Starterfeld aus. Sein Einstiegsversuch von 280 kg, der ihm souverän gelang, sollte vorerst für den 3. Platz reichen. Optimistisch steigerte er auf 295 kg, was normalerweise kein Problem darstellen sollte. Doch ein leichter Fehlgriff der linken Hand und die Fingerkraft hielt nicht bis zur Streckung stand. Unglücklicherweise riss er sich dadurch noch die Haut unterhalb des Zeigefingers auf, was die Vorzeichen vor dem dritten Versuch noch verschlechterte. Doch angesichts der vielleicht einmaligen Gelegenheit setzte er alles auf eine Karte und steigerte für den 3. Versuch auf glatte 300 kg. Es war die pure Willenskraft, die die Hantel nach oben beförderte und Toralf auf jeden Fall Bronze sicherte. Doch es sollte noch besser kommen: Da im Titelduell der für den USV TU Dresden startende Münchener Alexander Geitner an der Siegeslast von 307,5 kg scheiterte, ebnete er dem überglücklichen Toralf den Weg zum Deutschen Vizemeistertitel.
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