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Artikel vom: 31.10.2011
Bittere Niederlage für die Falken
Sechs Tore und doch kein Punkt
Ein wahres Eishockeyfest feierten die beiden Fanlager in der Messehalle 6 bei einem kurzweiligen, spannenden und torreichen Spiel. Einziger Wehrmutstropfen für die Blau-Weiß-Roten an diesem Abend war, dass die Falken trotz beeindruckender Aufholjagd im letzten Drittel ohne einen Punkt nach Hause fahren mussten.Zwar erwischte der EHC den besseren Start mit dem Führungstreffer nach einer gespielten Minute, doch die Gastgeber erzielten durch ein Kontertor aus einem Jonsdorfer Angriff heraus nur zwei Minuten später den Ausgleich. Beim ersten Unterzahlspiel des EHC in der 4.min jubelten die Icefighters zu früh, als die Scheibe hinter der Linie war, denn der Schiedsrichter gab den Treffer wegen Torraumabseits zu Recht nicht. Keinen guten Tag erwischte der Falkenkeeper L.-V.Albrecht, als er beim Versuch, die Scheibe über die Bande weiter zuleiten, diese direkt einem Leipziger zuspielte. Danke sagten die Gastgeber in Unterzahl spielend und führten mit 2:1. Auch das Überzahlspiel der Jonsdorfer sorgte nicht für echte Torgefahr. Die Probleme im Spielaufbau nutzten die Leipziger für einige gefährliche Konter, die sie aber zum Glück nicht in Tore umsetzen konnten. Sekunden vor der Pause vereitelte L.-V.Albrecht mit einer starken Reaktion den Zwei-Tore-Rückstand.
In der 23.min gelang den Jonsdorfer Kufencracks diesmal mit etwas Mithilfe der Gastgeber der Ausgleich zum 2:2. Den ersten Schuss konnte Steve Themm noch parieren, musste aber prallen lassen und beim Versuch seiner Mitspieler, ihm die Scheibe zuzuschieben, rutschte diese an ihm vorbei hinter die Linie. Zwei sehr gute Torchancen erspielten sich die Falken in der 26.min, aber leider blieb ihnen der Torerfolg versagt. In dieser Phase fangen die Falken eine Strafe und als sie wenige Sekunden gerade wieder komplett auf dem Eis standen, klingelte es doch noch zur erneuten Führung für die Leipziger. Kurz darauf gelingt es einem Falkenspieler nicht, den davonziehenden Leipziger fair von der Scheibe zu trennen. Den fälligen Penalty verwandelte Tomas Vrba zum 4:2. Ein kleiner Meinungsaustausch zwischen Brenninger und Kämmerer im Abwehrdrittel der Messestädter zieht Strafen für beide Teams nach sich. In der 36.min erspielten sich die Falken mit einem sehenswerten Treffer den Anschluss zum 4:3. Doch die Gastgeber nutzten einen Scheibenverlust beim Spielaufbau der Jonsdorfer eiskalt, um den alten Torabstand wieder herzustellen. Sekunden vor der Pause ziehen die Icefighters sogar auf 6:3 davon.
Im letzten Drittel stand dann Dustin Haloschan im Jonsdorfer Gehäuse, der den recht unglücklich agierenden L.-V.Albrecht ablöste. Mit sehr guten Paraden brachte er etwas mehr Ruhe in die Hintermannschaft. Die Falken bemühten sich redlich und kämpften wie gewohnt weiter. In der 48.min wurden sie dann für diesen Einsatz endlich auch belohnt, nur noch 6:4 hieß es. Ein Überzahlspiel in der 54.min schien erst, so wie schon die anderen im bisherigen Spielgeschehen auch, ohne Wirkungstreffer zu vergehen. Doch im dritten oder vierten Anlauf glückte dann der Anschlusstreffer zum 6:5. Davon offensichtlich beflügelt, versuchten die Falken weiterhin kontrolliert nach vorn zu spielen. In der 57.min erzielten sie sogar noch den Ausgleich, 6:6 und es wurde noch einmal richtig spannend. Leider stellte das Schiedsrichtergespann mit einer mehr als fragwürdigen Entscheidung in der 58.min den Falken eine zusätzliche Hürde auf das Eis, denn die letzten Minuten mussten sie damit in Unterzahl agieren. Die Icefighters nutzten dies natürlich mit ihrer ganzen Routine und Tomas Vrba erzielte sein viertes Tor an diesem Abend. Der EHC zog alle Register, Peter Faika nahm Auszeit und Dustin Haloschan fuhr nach Bullygewinn für einen zusätzlichen Feldspieler zur Bank. Es blieben noch 1:10 min Zeit, doch die Scheibe wurde im gegnerischen Drittel an der blauen Linie verloren und Hadamik machte mit seinem Empty-Net-Goal die drei Punkte klar für die Messestädter. Schade, denn für diese starke, kämpferische Leistung des jungen Falkenteams wäre ein Punktgewinn verdienter Lohn. Die mitgereisten Falkenfans jedenfalls feierten ihr Team zu Recht für diese eindrucksvolle Aufholjagd beim Tabellenzweiten.
In der darauf folgenden Pressekonferenz äußerte der Jonsdorfer Trainer: „Mit dem ersten und zweiten Drittel konnte ich nicht zufrieden sein. Aber im letzten Drittel hat sich das junge Falkenteam noch einmal heran gekämpft.“ Die vor dem 7:6 ausgesprochene Strafe gegen sein Team sah Peter Faika als sehr fragwürdig an. Sven Gösch, Trainer der Icefighters, bestätigte: „Da waren wir etwas im Glück.“
Quelle:
oberlausitztv (Text: EHC Jonsdorf / Foto: die-supporter.com)
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