Brückenabriss in Zittau
Rückbau für Hochwasserschutz gestartet
Großer Bahnhof am Mittwoch an der Zittauer Neiße. Politker und Medienvertreter waren geladen, um gemeinsam mit Sachsens Umweltminister Frank Kupfer und dem niederschlesischen Wojewoden Aleksander Skorupa, symbolisch den Rückbau der Brücke „Zur Reißigmühle“ und der Grenzbrücke in Drausendorf zu starten.
Das Hochwasser im August des vergangenen Jahres hatte gezeigt, dass ungenutzte Brücken über die Neiße den Abfluss des Hochwassers behindern und so die Überschwemmungen gar noch verstärken können. Damals war die Neiße in Zittau innerhalb weniger Stunden auf einen Pegelstand von fast fünf Metern angeschwollen und hatte verheerende Schäden hinterlassen.
Nach bereits durchgeführten Hochwasserschutzmaßnahmen an Mandau und Neiße, die allein im Gebiet der Stadt Zittau einen Umfang von 6,7 Millionen Euro hatten, investiert der Freistaat nun in den Rückbau der beiden ungenutzten Brücken insgesamt 590.000 Euro.
Symbolträchtig durfte der Minister das erste Zaunfeld der Brücke entfernen und selbst der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Meyer hatte im Vorfeld mit dem Rückbau der Brücken einen wichtigen Nebeneffekt ausgemacht: Durch den Abriss werde auch die schnelle Möglichkeit des Überquerens der Neiße durch kriminelle Elemente verringert.
In den kommenden Jahren soll in der Region um Zittau insgesamt sieben Grenzbrücken abgerissen werden.
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