Erbarmungslos abgeschossen
Jonsdorfer Falken mit bitterer Heimniederlage
Falkenfans müssen zur Zeit sehr leidensfähig sein, denn auch das Kellerduell gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn EHV Schönheide 09 ging deutlich mit 5:10 verloren und so rutschte man weiter abwärts und hat nun nur noch den ECC Preußen Berlin in der Tabelle hinter sich, der allerdings bisher auch zwei Spiele weniger absolviert hat.
Schon in der Anfangsphase wurden die Falken vom Gästeteam massiv unter Druck gesetzt, welches dann auch in der vierten Minute mit 0:1 in Führung ging. Mit Ablaufen der Strafzeiten für den EHC konnten die Falken dann auch ein paar Akzente im gegnerischen Drittel setzen und fanden danach besser ins Spiel. Jetzt waren es die Wölfe, die alle Hände voll zu tun hatten. Es wurde zahleiche Schüsse auf den gegnerischen Kasten abgegeben, aber der Ex-Hallenser Norbert Pascha ließ keine Scheibe passieren. Kurz vor der Pause wurden aus den zahlreichen Chancen dann auch Tore. Zuerst legten die Gäste in der 18.min nach, Roy Hähnlein netzte aus Nahdistanz zum 0:2 ein. Nur 14 Sekunden später ein gelungener Angriff des EHC, Jannik Herm legt quer auf Felix Jäckel, der diesmal Pascha überwinden kann. Ein Überzahlspiel der Falken lief diesmal sehr gut, Pieter Kohls wird auf rechts von Milan Buda bedient und erzielte den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich zum 2:2 Pausenstand.
Mit gehörigem Schwung kamen die Falken aus der Kabine und erarbeiteten sich auch gleich erste Chancen. Doch die sehr gut agierende Schönheider Sturmreihe mit dem Tschechen Petr Kukla spielte sich mit ein paar kurzen Pässen vor das Tor von Dustin Haloschan und ließ dem Jonsdorfer Schlussmann keine Abwehrmöglichkeit. Sekunden später kam dann auch noch Pech dazu, als im Spielaufbau der Falken der Puck von einem Schlittschuh abgefälscht direkt Miroslav Jenka auf die Kelle springt. Dieser lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und erhöht auf 2:4. Doch die Falken setzten nach, checkten aggressiv vor, erkämpften sich die Scheibe im gegnerischen Drittel und verkürzten erneut. Der Jubel über den Treffer war noch nicht verklungen, da erfolgte die Ernüchterung, denn die Wölfe stellten postwendend den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Eine doppelte Überzahl des EHV nutzte Mike Losch, der von der blauen Linie abzog und zum 3:6 traf. Das Torgestänge verhinderte kurz vor der zweiten Pause einen weiteren Schönheider Treffer.
Die letzten beiden Gegentore schienen den Falken sehr schwer im Magen zu liegen. Es gab schlussendlich wieder einmal zu viele Strafen für den EHC. Die Gäste klinkten munter weiter und zogen durch Treffer von Jenka, Sekera und Kukla (2x) uneinholbar auf 3:10 davon. Nach dieser Demütigung auf dem Eis ließen es die Wölfe etwas ruhiger angehen, was die Falken für ein bisschen Ergebniskosmetik nutzen konnten. Zwar gab es zahlreiche Tore in dieser Partie, aber wirklichen Grund zum Jubeln hatten leider nur die Gästefans, die ihr Team nach dem Abpfiff überschwänglich feierten.
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