Falken besiegen ERV Chemnitz
Heimerfolg für die Kufencracks aus dem Zittauer Gebirge
Es gab kein langes Abtasten auf dem Eis und beide Teams suchten sofort ihre Chancen. In der vierten Minute dann die erste Strafe im Spiel und zwar wurde Heikki Tiihonen wegen Hakens auf die Strafbank geschickt. Die Gäste waren recht gefährlich in Überzahl, aber Dustin Haloschan auf dem Posten. Mit zwei Kontern in Unterzahl sorgten die Falken für Entlastung im Abwehrdrittel. Aus einem Bully heraus erzielen die Gäste in der 10.min das 0:1. Auch in der Folge wirkten sie etwas gefährlicher vor dem Tor. Das eigentlich sehr fair geführte erste Drittel endete mit einer kleinen Auseinandersetzung am Chemnitzer Gehäuse, in deren Ergebnis wegen übertriebener Härte der Chemnitzer Felix Schümann für zwei Minuten in die Kühlbox musste und auf Jonsdorfer Seite wurden Mario Hähnel mit 2+2min aufgebrummt.
So agierten die Falken zu Beginn des zweiten Spielabschnitts erst einmal in Unterzahl. Wieder vollzählig auf dem Eis hatten die Jonsdorfer Falken eine Riesenmöglichkeit, als „Matze“ Kohl auf rechts Kondelik umspielt, aber die Scheibe tanzte beinahe auf der Linie von einem Pfosten zum anderen. Hier waren die Gäste im Glück. In der 23.min dann das erste Überzahlspiel für den EHC. Nachdem die Chemnitzer sich erst einmal befreien können, gehen die Falken mit hohem Tempo ins Drittel, die Scheibe wird quer gelegt und Jannik Herm netzt zum 1:1-Ausgleich ein. Der EHC jetzt mit leichten Vorteilen. In einer weiteren Überzahlsituation in der 29.min setzen die Falken ein paar gute Schüsse auf das Gehäuse des 39-jährigen Roman Kondelik ab, bevor sich die Chemnitzer befreien. Nachdem Michal Vymazal den Jonsdorfer Verteidiger Benjamin Reichardt mit hohem Stock verletzte, wurde dieser erst einmal mit 2+2 auf die Strafbank, aber dann doch folgerichtig mit 5+Spieldauer in die Kabine geschickt. Die Wild Boys machten ihrem Namen alle Ehre und verteidigten sehr aggressiv in Unterzahl. Die Zeit verrinnt zwar mit guten Möglichkeiten, allerdings ohne, dass etwas Zählbares für die Falken dabei heraus springt. Nach Check gegen den Kopf besetzt Ales Dvorak die Chemnitzer Strafbank, aber die Jonsdorfer Kufencracks lassen auch in dieser Situation einige gute Torchancen aus, so dass es mit dem 1:1 in die Kabinen geht.
Die Falken übernahmen auch im letzten Drittel das Geschehen auf dem Eis und spielen gut nach vorn. Die Gäste in dieser Phase mit Kontern gefährlich. Mit einem Doppelschlag durch Jannik Herm in der 45.und „Matze“ Kohl in der 47.min erspielten sich die Falken endlich den verdienten Vorsprung. Aber im direkten Gegenzug zirkelte Kevin Geier die Scheibe ins obere rechte Eck zum 3:2 Anschlusstreffer für die Chemnitzer. Doch die Antwort der Falken ließ keine zwei Minuten auf sich warten, einen Nachschuss nutzt Kamil Vavra, um den alten Torvorsprung wieder herzustellen. Leider musste der Torschütze wenig später wegen Stockschlags abseits des Spielgeschehens ebenfalls mit einer 5+Spielerdauer vom Eis. Mit unwahrscheinlichem Einsatz und dem gewohnten Kampfgeist überstehen die Falken fast diese 5-minütige Unterzahl. Nur noch 9 Sekunden standen auf der Uhr, als die Chemnitzer wiederholt den Anschlusstreffer schafften. Spannung pur in den letzten Minuten auf dem Eis. Die Cracks um „C“ Christian Rösler spielten diese sehr konzentriert, verteidigten gut und so war es auch mit Heikki Tiihonen ein Verteidiger, der mit einem Empty-Net-Goal seinem Team den verdienten Sieg sicherte.
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