Pizza, Pasta & Mozzarella
Mogelpackungen werben mit Italien
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Eine leckere Pizza schnell in den Ofen, ein paar Tagliatelle oder Sauce Bolognese: Italienische Produkte sind beliebter denn je. Discounter, Supermärkte oder der kleine Laden an der Ecke, Produkte aus dem Land der Sonne in Hülle und Fülle. Doch der Schein trügt: Denn nicht überall, wo Italien drauf steht, ist auch Italien drin. Ein Gütesiegel des italienischen Agrarministeriums unterscheidet echte von falschen italienischen Produkten. Landwirtschaftsminister Luca Zaia hofft, die Liebhaber italienischer Speisen zu sensibilieren, mehr auf Qualität und Ursprung zu achten. Das betrifft vor allem die Produkte Wein, Käse & Pasta.
Rund 80 Prozent der angeblich italienischen Waren werden in Deutschland verkauft. Dabei sind die vermeintlich unwissenden Kunden auch in der Gastronomie zu finden. Gerade große italienische Markennamen produzieren in Billig-Lohn-Ländern und exportieren von da aus ihre Waren weltweit. Die Pasta eines großen italienischen Herstellers hat noch nie Italien gesehen. Der italienische Agrarminister Luca Zaia spricht hier sogar von Agrarpiraterie. Deshalb appelliert der Politiker an die Verbraucher & Gastronomen, wirklich nur „Originale“ und in Italien produzierte sowie geprüfte Waren zu kaufen und dabei auf das Gütesiegel Denominazione di Origine Protetta (D.O.P. in Deutsch g.U.) und Indicazione Geografica Tipica (I.G.P. in Deutsch g.g.A.) zu achten.
Was den Deutschen das Bier, das sind Pasta, Pesto & Parmesan den Italienern. Es muss regionaltypisch schmecken und sollte mit traditionellen Zutaten hergestellt werden. Die EU bürgt zwar mit dem Lebensmittel-Logo für „garantierte traditionelle Spezialität“, das unter anderem der Südtiroler Speck trägt. Allerdings gilt dies nur für einen bestimmten Ursprung der Rezeptur. Sicherheit gibt hier nur das Siegel „kontrollierte Herkunftsbezeichnung“, dass der Grana Padano und der Parmaschinken tragen.
Auch deutsche Hersteller werben gerne mit „Bella Italia“. Der Mozzarella beispielsweise ist als Name nicht geschützt und kann so von jedem genutzt werden. Nur der Mozzarella di Bufala Campana hat das Gütesiegel „kontrollierte Herkunft“.
Die vom italienischen Landwirtschaftsministerium unterstützte Initiative „BUONITALIA“ soll den kompletten Agrar- und Nahungsmittelmarkt stärken und ihm mit kompetenter Hilfe zur Seite stehen. Das beinhaltet unter anderem die Förderung, Pflege und Globalisierung der Produkte „Made in Italy“. Minister Luca Zaia erhofft sich dadurch einen positiven Nebeneffekt: Eine bessere Wahrnehmung des Problems im Land selbst, eine stärkere Identifizierung der Italiener zu seinen regionaltypischen Produkten und die Wahrnehmung des Qualitätssiegels.
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