Schornstein gesprengt
Beseitigung des sichtbarsten Zeichens der alten Konsumbäckerei in Bautzen
Mit dem Schornstein ist heute das sichtbarste Zeichen der alten Konsumbäckerei in der Fabrikstraße in Bautzen gesprengt worden. Der Schlot hatte eine Höhe von ca. 30 Metern, einen Durchmesser von 3,30 Metern und ein Gewicht von ca. 290 Tonnen. Gesprengt wurde das obere 15-Meter-Stück des Schornsteins. Der übrige Teil war in einem der Fabrikgebäude integriert und wird mit konventioneller Technik abgebrochen. Bereits in den Tagen zuvor hatten sich die Abrissbagger durch das verfallene Gelände gearbeitet und die ersten Gebäude abgerissen. Die Arbeiten sollen im Oktober beendet sein. Für das Jahr 2011 sind Einebnung, Planierung und Rasensaat vorgesehen. Zudem wird das Gelände eingezäunt.
Die Bäckerei wurde als Teil der Konsumbäckerei mit der Tortenproduktion und Stollenbäckerei an diesem Standort bis zum Ende der Wende betrieben. Danach wurde die Produktion stillgelegt und es begann der Rückbau der Anlagen. Die Brachfläche ist seit der Aufgabe der Produktion dem Verfall preisgegeben und befand sich nach Jahren von Vandalismus, Plünderungen und Bränden in einem desolaten Zustand. Die Stadt Bautzen hatte das Grundstück im Mai 2010 vom insolventen Eigentümer erworben. Nach dem Abbruch des Zentrallagers und der Sprengung des Schornsteins wird nun das Verwaltungsgebäude abgebrochen. Dafür wird die Fabrikstraße voll gesperrt, nur der gegenüberliegende Gehweg ist nutzbar.
Durch die Lage im „Stadtentwicklungsgebiet Bautzen-Süd“ können die Arbeiten durch den „Europäischen Fond für regionale Entwicklung“ (EFRE) kofinanziert werden. Die Kosten von rund 570.000 Euro werden zu 75 Prozent aus diesem Programm getragen.
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