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Schwere Technik für das Kraftpaket der EWB

Energie für Bautzen

Datum: 24.06.2016
Rubrik: Imagefilme

Es sieht schon imposant aus – das noch im Bau befindliche Energiezentrum auf der Thomas Müntzer Straße in Bautzen. Rund 11 Millionen Euro investiert der hiesige Energieversorger in das neue Kraftwerk und wird damit selbst zum Strom- und Fernwärmeerzeuger. 7.000 Haushalte im Stadtgebiet sollen von hier aus langfristig stabil, effizient und umweltschonend versorgt werden. Und es hat sich viel getan in den letzten Tagen … - doch der Reihe nach.

 

An einem regnerischen Freitagabend kurz vor dem Pfingstfest wurde ein 40 Meter hohe Schornstein mit einem Schwerlasttransporter aus dem mittelfränkischen Wassertrüdingen angeliefert. 25 Tonnen schwer, aus einem Stück gefertigt, soll er freistehend seinen Platz unmittelbar neben den Heißwassserspeicher finden. Mit Hilfe von gleich zwei Kranen wurde der Schornstein abgeladen, aufgerichtet und punktgenau an seinen zukünftigen Standort gehoben – die Zuschauer des knapp einstündigen Spektakels staunten nicht schlecht bei soviel Logistik und Präzision.

 

Nur eine knappe Woche später – wir sind wieder vor Ort. An diesem Vormittag soll Bautzens neuer Turm seine volle Höhe erreichen. Auch dieses Mal sind es die Mitarbeiter der Kranlogistik Lausitz GmbH, die sich einer neuen Herausforderung stellen. Das angelieferte Dach des Energieturms wurde in einzelnen Segmenten in der Werkstatt vorgefertigt und auf den Vormontageplatz zusammengeschweißt. Es ist etwa fünf Millimeter stark und wiegt bei einem Durchmesser von 12 Metern rund neun Tonnen. Aus der Luft verfolgen wir den Weg des Stahldaches hin zur Turmspitze …! Nun muss das Dach an Ort und Stelle verschweißt werden und schon in einigen Tagen kann mit dem Befüllen des Wasserspeichers begonnen werden. Insgesamt 150 Tonnen Gewicht wurden in Bautzens neuen Turm verbaut.

 

Fehlt jetzt eigentlich nur noch ein weiteres Filetstück für das Blockheizkraftwerk der EWB – vor einigen Tagen wurden sie geliefert, die über 20 Tonnen schweren Erdgasmotoren, samt Generator und Steuermodul. Ein Autokran stellte die schwere Technik vor das neue Motorenhaus – anschließend wurden die zukünftigen Energieproduzenten aufwendig an ihren Zielpunkt gerollt.

 

Voraussichtlich Ende August soll der erste Probelauf für die beiden Powerpakete starten und wenn alles weiter, so wie bisher, nach Plan verläuft, kann im Herbst der Testlauf für die gesamte Anlage starten - im Frühjahr des kommendes Jahres dann geht das neue Energiezentrum Bautzens in den regulären Dauerbetrieb über.

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