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Über 40.000 begeisterte Zuschauer in Bautzen

Theatersommer-Besucherrekord

Rubrik: Nachrichten

Die Spielzeit 2016/2017 am Deutsch-Sorbischen Volkstheater endete gestern Abend mit einem Rekord! Noch nie in der Geschichte des Bautzener Theatersommers gab es so viele Besucher! 40.154 Zuschauer ließen sich von 34 Vorstellungen "DIE OLSENBANDE WANDERT AUS" begeistern. Dabei musste keine einzige Aufführung des 22. Bautzener Theatersommers aus Witterungsgründen entfallen.
 
Damit endet auch eine erfolgreiche Spielzeit: 152.434 Besucher bei 905 Veranstaltungen!
Die Bilanz der Spielzeit 2016/2017: Der Schauspiel-Premierenplan der Spielzeit 2016/2017 stellte einen hohen Anspruch mit mehreren Stücktiteln deutscher und internationaler zeitgenössischer Autoren, die sich auf vielfältige Art und Weise und in unterschiedlichen Genres mit den gegenwärtigen Entwicklungen auseinandersetzten. Im Puppentheater begann die Spielzeit mit einer Koproduktion mit den Landesbühnen Sachsen von Haydns Marionettenoper „Philemon und Baucis“. Die Kleinen reisten mit „Weltgeschichten“ einmal theatralisch um die ganze Erde. Insgesamt besuchten das Puppentheater 27.159 Zuschauer. Neun verschiedene ober- und niedersorbische Inszenierungen standen in der Spielzeit 2016/2017 auf dem Programm, davon zwei Zweisprachige, eine dreisprachige und drei niedersorbische. Insgesamt 4765 Zuschauer besuchten 71 Vorstellungen. „Za brězami“ (Birkenbiegen) von Oliver Bukowski im großen Haus begeisterte rund 1.000 Besucher. In niedersorbisch/wendischer Sprache sorgte „Sergej“ von Jurij Koch für 322 Zuschauer in der Niederlausitz für beste Stimmung. „Ferkel, hunčo a prosetko“ ist eine dreisprachige Puppentheaterinszenierung (obersorbisch, niedersorbisch/wendisch, deutsch), die sich 1.373 Zuschauer nicht entgehen ließen. Zum ersten Mal wurde eine Inszenierung des sorbischen Schauspielstudios „Raketa“ (Rakete) in drei Sprachen nacheinander und außerdem in Prag gespielt. Ebenfalls zum ersten Mal ist ein Puppentheaterprojekt für die Allerkleinsten für Kindergärten entwickelt und dort gezeigt worden „ABC – Alfabet za najmjeńšich / für die Kleinen".
 
Gemeinsam mit dem Sorbischen National-Ensemble wurde der „Bautzener Bühnenball“ ein Glanzpunkt im Herbst. Natürlich wurden auch zahlreiche Inszenierungen mit dem Gerhart-Hauptmann Theater Görlitz-Zittau ausgetauscht. Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, das Staatstheater Cottbus und die Neue Bühne Senftenberg schrieben im Herbst 2016 den Stücke-Wettbewerb LAUSITZEN 2017 aus. Die eingereichten Stücke sollen stofflich in der Geschichte, der Gegenwart oder der Zukunft der Ober- oder Niederlausitz verortet sein. Der Hauptpreis wurde dem Leipziger Schriftsteller und Regisseur Ralph Oehme zugesprochen. Sein Stück „Lausitzer Quartiere oder Der Russe im Keller“ feiert am 9. März 2018 Uraufführung im großen Haus. Neben dem Hauptpreis wurden auch zwei Förderpreise ausgelobt, an den sorbischen Schriftsteller Křesćan Krawc sowie die Theaterwissenschaftlerin und Regisseurin Carla Niewöhner. Zum Jahrestag der Aufdeckung des NSU-Komplexes verbanden sich im November 2016 die Bühnen der Städte Nürnberg, Chemnitz, Zwickau, Jena und Bautzen in einer per Video livegeschalteten, zeitgleichen Lesung der Prozessprotokolle zu einer theaterübergreifenden szenischen Installation gegen das kollektive Vergessen. Obwohl Bautzen nicht von den Verbrechen des NSU betroffen war, beteiligt sich das Deutsch-Sorbische Volkstheater an der Aktion. Denn mit theatralen Mitteln möchte das Theater gegen rechtes Gedankengut und latente Ausländerfeindlichkeit in der Stadt präsent sein.
 
Im März 2017 fand der 18. Schüler- Welt-Theatertag – mit einem Besucherrekord statt - 5.512 Zuschauer. Zum ersten Mal beteiligte sich an diesem Tag in Bautzen eine Schule aus der Partnerstadt Heidelberg. Im April 2017 unternahm das Sorbische Kindertheater einen Gegenbesuch beim „Theaterlabor“ in Heidelberg. Vom 4. bis zum 7. Mai 2017 fand in Bautzen ein besonderes Festival statt: „Willkommen anderswo III – sich spielend begegnen“. Das Theaterfestival präsentierte und reflektierte, wie mithilfe von Theater die Integration von Geflüchteten, insbesondere von unbegleiteten Jugendlichen befördert, und Verständnis zwischen den Kulturen erzeugt werden kann. An insgesamt vier Tagen haben über 130 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland miteinander Theater gespielt und gefeiert. Das Bautzener Projekt „Romeo und Julia auf Platte“ entstand als Kooperation mit dem Steinhaus Bautzen. Gemeinsam mit den Münchner Kammerspielen, dem Projekt NEW HAMBURG des DeutschenSchauSpielHauses Hamburg, dem Maxim Gorki Theater Berlin, dem Staatstheater Nürnberg, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Theater und Orchester Heidelberg sowie dem Theater Plauen-Zwickau hat dieses Festival die spielerische Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen verschiedenster Herkunft, Kultur und Erfahrungswelt ermöglicht. Im Juni fand zum ersten Mal in Bautzen das „Schülertheatertreffen Sachsen“ statt. Vom 14. bis 16. Juni wurde bei diesem Festival beispielhaftes Schultheater gezeigt. Alle Teilnehmenden kamen über Theater ins Gespräch und probierten in Workshops neue ästhetische Arbeitsweisen aus.
 
Jetzt geht das Bautzener Theater in die Spielzeitpause. Die neue beginnt am 21. August 2017. Erster Höhepunkt wird das Theaterfest am Sonntag, dem 10. September, von 14 bis 18 Uhr in den Theaterwerkstätten auf der Wilthener Straße sein. Die Theaterkasse öffnet nach der Spielzeitpause wieder am 22. August, 11 Uhr. Kartenkauf ist bis dahin online oder über den SZ-Treffpunkt sowie den Wochenkurier Bautzen möglich. Reservierungen behalten ihre Gültigkeit!
 
Quelle: PM Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
Symbolbild: pixabay.com
 
 
 
 
 
 
 
 

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