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Nachrichten

Brisanter Dialog um Macht, Ohnmacht und Political Correctness

Premiere am Theater Zittau

Rubrik: Nachrichten

In Kooperation mit dem TheaterJugendClub bringt Toni Burghard Friedrich ein extremes Stück über misslungene Kommunikation und den Kampf um die Deutungshoheit über Sprache und Handlung am Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theater zur Aufführung. Premiere ist am Freitag.
Für den Universitätsprofessor John (Marc Schützenhofer) läuft gerade alles wie am Schnürchen: Demnächst wird ihm die Professur auf Lebenszeit verliehen und er ist gerade dabei, den Kaufvertrag für ein Eigenheim abzuschließen. Als seine Studentin Carol (Sarah Wenzel, Luisa Jäger), die drauf und dran ist, in seinem Seminar durchzufallen, in sein Büro kommt und ihn um Rat bittet, bietet er ihr wohlwollend Nachhilfestunden an. Doch schon kurz nach dieser Unterredung wird er von Carol beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Und so steht plötzlich alles, wofür er in den letzten zwanzig Jahren gearbeitet hat, auf dem Spiel.

Pulitzerpreisträger David Mamet (»Glengarry Glen Ross«) hat mit »Oleanna« einen brisanten Dialog um Macht, Ohnmacht und Political Correctness geschaffen, der seit seiner Uraufführung 1992 - lange vor der Erfindung von Hashtags und der aktuellen #MeToo-Debatte - zu kontroversen Diskussionen anregt. Dabei wird den beiden Schauspielern einiges abverlangt: Die überzeugende Darstellung dieses Wechselspiels der Macht bedeutet eine enorme Kraftanstrengung - fallen sich John und Carol doch immer wieder gegenseitig ins Wort, reagieren mit Ungeduld auf ihr jeweiliges Gegenüber und den Mangel an einer gemeinsamen Sprache. Eine gelungene Kommunikation scheitert endgültig, was schließlich in Gewalt mündet.

Für die Produktion arbeiten Regisseur Toni Burghard Friedrich und Ausstatter René Fußhöller erneut am GHT. Beide brachten in der vergangenen Spielzeit bereits erfolgreich das Theaterstück »Seite Eins« im Foyer des Zittauer Theaters zur Aufführung. Zuvor machten sie außerdem durch die Inszenierung von »La Bohéme« mit dem Dresdner Off-Opernteam »szene12« auf sich aufmerksam. Am GHT ist das Stück als Koproduktion mit dem TheaterJugendClub zu sehen.
Besonderheit der Inszenierung ist die Doppelbesetzung der weiblichen Hauptrolle: Aus den Reihen des Zittauer TJC wurden sowohl Sarah Wenzel (»Fatima«) als auch Luisa Jäger für die Rolle der Carol ausgewählt. Dabei spielt jede diese besondere Rolle anders. Zur Begründung sagt Regisseur Friedrich: »Die beiden sind so unterschiedlich, spielen aber jede für sich so gut, dass wir nicht anders konnten, als beide für die Rolle zu besetzen und diese dann ihrem jeweiligen Wesen anzupassen«. Bei der Premiere wird Luisa Jäger als Carol zu sehen sein. Anschließend wechseln sich beide ab.

Bereits im Jahr 2012 war Mamets Schauspiel – damals in der Inszenierung von Bogdan Koca – im Rahmen des 3LänderSpiels am Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theater zu erleben. Die aktuelle Produktion wird finanziell unterstützt durch den Verein »Freunde des Zittauer Theaters e. V.«. Etwaige Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Die Termine im Theater Zittau sind Fr., 19.01., 19:30 Uhr - PREMIERE / Do., 25.01., 19:30 Uhr / Do., 15.02., 19:30 Uhr / Do., 27.03., 19:30 Uhr - STUDENTENTAG anlässlich des Welttheatertags. Weitere Termine entnehmen Sie bitte unserem Spielplan.

Quelle: PM Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH
Fotos: Paweł Sosnowski

 

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