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Verstanden

Nachrichten

Ein Zwischenruf von Uwe Tschirner.

Darf ich Ihre Visitenkarte auf meinem Handy speichern …?

Datum: 06.06.2018
Rubrik: Nachrichten

Wir drehen bei einer Veranstaltung der IHK, die Referentin kommt im Anschluss zu mir und bittet mich, Ihr einen Link zum Filmbeitrag zu senden. Sie gibt mit Ihre Visitenkarte und sagt, ich dürfe Sie auch auf meinem Diensthandy speichern. Eigentlich reicht man ja Visitenkarten dafür aus, dass sich der Gesprächspartner erinnert. Erinnern geht, speichern seit dem 25. Mai nur auf Nachfrage.

Mein Mac Book aus dem Jahr 2011 kränkelt. Ich will Ihm neue Speichermedien spendieren. Die kompetente Werkstatt müht sich liebevoll und hält mich per WhatsApp auf dem aktuellen Stand. Hin und wieder muss ich einen sechsstelligen Code aus der Cloud schicken, sonst kommt der gute Mann nicht weiter. Zum Schluß braucht er auch noch meinen vierstelligen Code vom iphone. Ich hätte Ihm auch mein Netflix-Passwort übermittelt, wenn es für die Genesung meines Lieblingsrechners notwendig gewesen wäre. Der Rechner rennt mittlerweile, der Mitarbeiter löscht den Gesprächsverlauf mit dem Hinweis auf das neue Gesetz von seinem Handy. Und wenn ich jetzt noch eine Frage habe …?

Die größte Ausbildungsmesse der Region will dokumentiert werden, der Veranstalter sucht drei Jugendliche, die mit einem bestellten Fotografen schöne Bilder in Szene setzen. Besucher dürfen aber nicht auf dem Bild sein. Bisher waren Bildergalerien von Großveranstaltungen der Renner im Netz - jeder hat sich durchgeklickt, um sich oder Freunde zu sehen und diese Bilder in den sozialen Netzwerken zu teilen. Die einzige Bilder mit Menschen gibt es jetzt bei der Sächsischen Zeitung und bei uns, wir berufen uns auf das Medienprivileg. Das gilt für Zeitungen und lizenzierte Fernsehveranstalter.

Ein letztes Beispiel: Am vergangenen Freitag wurde das Kinderhaus am Löbauer Berg übergeben, der Pressereferent der Stadt veröffentlicht anschließend ein Foto mit einem leeren Kinderspielplatz. Dabei haben die Kinder getobt, gejubelt, sich gefreut. Großartige Szenen, die keiner mehr sehen wird.

Datenschutz ist wirklich wichtig. Ohne wenn und aber. Aber aktuell erleben wir die Perversion, die komplette Verunsicherung. Wenn das Gruppenfoto in die Abmahnfalle führt, hat der Gesetzgeber versagt.

Wenn niemand rechtsverbindlich erklären kann, was erlaubt ist und was nicht, dann entzieht man den Kreativen die Substanz.

 

Ein Kommentar von Uwe Tschirner. Foto: pixabay.com

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