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Nachrichten

Neiße Filmfestival zieht mehr Zuschauer ins Dreiländereck

16. Auflage mit Rekord

Datum: 13.05.2019
Rubrik: Nachrichten

Gestern Abend ging im Dreiländereck an der Neiße das 16. Neiße Filmfestival zu Ende. Mehr als 7.500 Filmfans und Festivalbesucher erlebten in den vergangenen Tagen an 20 Spielorten in Deutschland, Polen und Tschechien rund 120 Filme in drei Wettbewerben und diversen Filmreihen sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm u.a. mit Ausstellungen, Workshops, einer Lesung und Konzerten. Der Festivalfokus widmete sich im Wahljahr 2019 dem „Homo politicus“. Auch in diesem Jahr waren zahlreiche Regisseure und Filmemacher ins Dreiländereck gekommen, um ihre Filme zum Festival persönlich zu präsentieren. Die Filmgespräche und das vielseitige Programm sorgten in der Festivalwoche für volle Kinosäle in der Region. Einen besonders bemerkenswerten Zuwachs gab es dabei an Spielstätten außerhalb des Festivalzentrums, in Görlitz und Löbau. Die Reihe mit Filmen im 70mm-Format, kaum zu finden in der europäischen Festivallandschaft, lockte zudem wieder internationale Gäste in das Centrum-Panorama ins tschechische Varnsdorf.

Deutscher Spielfilm „Das melancholische Mädchen“ gewinnt Drei-Länder-Filmpreis
Bereits am Samstag wurden bei der Preisverleihung im Miejski Dom Kultury im polnischen Zgorzelec die Neiße-Fische, die Preisskulpturen des Festivals, vergeben. Der mit 10.000 Euro dotierte Drei-Länder-Filmpreis der Sächsischen Kunstministerin für den besten Spielfilm ging an die deutsche Produktion „Das melancholische Mädchen“ von Susanne Heinrich. Der Hauptpreis des Festivals, der von Ministerin Dr. Eva-Maria Stange an die Regisseurin und an die Hauptdarstellerin Marie Rathscheck überreicht wurde, ging damit erstmals seit 2011 an einen Beitrag aus Deutschland. „Humorvoll zielt die Regisseurin dieses bezaubernden wie klugen Films auf die Paradoxe unserer modernen Welt. Sie zeigt uns in locker und leichtem Ton und unter Verwendung sämtlicher feministischer Theorien, wie konservativ und unfrei wir sind in unseren Käfigen aus Konventionen…“, so die Jury in ihrer Begründung.

Zahlreiche Preise für Filme aus Polen
Den Neiße-Fisch für die beste darstellerische Leistung erhielt Jacek Braciak für seine Rolle im polnischen Spielfilm „Córka trenera” (Die Tochter des Trainers) von Łukasz Grzegorzek. Der Preis für das beste Szenenbild und der erstmals verliehene Neiße-Fisch für das beste Drehbuch gingen an Jagna Dobesz bzw. Gabriela Muskała für ihre Arbeit an der polnisch-tschechisch-schwedischen Produktion „Fuga“ (Flucht) von Agnieszka Smoczyńska. Eine lobende Erwähnung gab es im Spielfilmwettbewerb für den deutschen Beitrag „Frau Stern“ von Anatol Schuster. Als bester Dokumentarfilm im Wettbewerb wurde die polnische Produktion „Miłość bezwarunkowa“ (Bedingungslose Liebe) von Rafał Łysak gekürt. Eine lobende Erwähnung gab es hier für „Jazda obowiązkowa“ (Pflichtfiguren) von Ewa Kochańska. Den Preis für den besten Kurzfilm erhielt der polnische Beitrag „Siostry“ (Schwestern) von Michał Hytroś.

Publikumspreise gehen nach Tschechien und Deutschland
Auch die Meinung des Publikums war gefragt: Der Publikumspreis für den besten Langfilm im Programm des 16. Neiße Filmfestivals ging an den tschechischen Spielfilm „Chata na prodej“ (Wochenendhaus zu verkaufen) von Tomáš Pavlíček, beliebtester Kurzfilm wurde die deutsche Produktion „Die letzten fünf Minuten der Welt“ von Jürgen Heimüller.

Spezialpreis des Filmverbandes Sachsen für tschechisch-deutschen Spielfilm
Der Filmverband Sachsen vergibt zum Neiße Filmfestival jährlich den Spezialpreis an einen Film, der sich mit Respekt und Toleranz anderen Kulturen nähert und einen Weg zum Dialog bereitet. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der tschechisch-deutsche Spielfilm „Honza má pech“ (Hans im Pech) von Rena Dumont. 

Iris Gusner ehrt Schauspieler Jan Nowicki 
Der Ehrenpreis des Neiße Filmfestivals wurde 2019 an den polnischen Schauspieler Jan Nowicki vergeben. Nowicki zählt zu den großen Mimen der europäischen Filmlandschaft und wirkte bis heute in über 240 Filmen u.a. für Regie-Größen wie Aleksander Ford, Jerzy Hoffmann, Jerzy Skolimowski oder Krzysztof Zanussi mit. 1973 brillierte er als Josef im Cannes-prämierten „Das Sanatorium zur Todesanzeige“ unter der Regie von Wojciech Has. 1988 engagierte ihn die DEFA-Regisseurin Iris Gusner für ihre Komödie „Ich liebe dich – April! April!“. In ihrer Laudatio würdigte Gusner vor allem die Großherzigkeit, Güte und Menschenfreundlichkeit Nowickis, die sie den „Resonanzboden seiner schauspielerischen Arbeit“ nannte.

Festivalmacher danken Filmschaffenden, Partnern und Helfern
Die Festivalmacher vom Kunstbauerkino Großhennersdorf um die dreiköpfige Festivalleitung - Ola Staszel, Antje Schadow und Andreas Friedrich - zeigt sich nach Abschluss des diesjährigen Festivals zufrieden: „Die weiter wachsende Resonanz von Zuschauern und Filmschaffenden und das positive Feedback aus Branche, Publikum und Politik bestätigen uns in unserer Arbeit. Dass in diesem Jahr der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer die Schirmherrschaft für das Neiße Filmfestival übernommen hat, ist für uns Ausdruck der Wertschätzung. Ein besonderer Dank gilt unseren vielen Partnern und Unterstützern und vor allem unserem überwiegend ehrenamtlichen Team in der Festivalzentrale und in den Spielstätten, ohne die unser Festival nicht möglich wäre.“

Das nächste Neiße Filmfestival findet vom 26. bis 31. Mai 2020 statt. Aktuelle Informationen und Impressionen gibt es online.

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Schirmherren des 16. Neiße Filmfestivals sind Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Martin Půta, Hauptmann der Region Liberec, und Rafał Gronicz, Bürgermeister von Zgorzelec. Das 16. Neiße Filmfestival wird gefördert durch und mit Mitteln von: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, Landkreis Görlitz - Wokrjes Zhorjelc, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Mitteldeutsche Medienförderung, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Liberecký kraj. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Quelle: PM Neiße Filmfestival
Foto: Matthias Wehnert

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