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Verstanden

Nachrichten

Kunstwerk von Baselitz im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster in Zittau zu sehen

Nur noch bis Pfingstmontag

Datum: 03.06.2019
Rubrik: Nachrichten

Noch bis zum 10. Juni kann im Chor der Zittauer Klosterkirche das flächenmäßig größte Kunstwerk von Georg Baselitz (*23. Januar 1938) besichtigt werden: Der 1987 geschaffene farbintensive und wirkungsstarke Anna-Selbdritt-Vorhang. Georg Baselitz, der seinen Geburtsort Deutschbaselitz in der Oberlausitz als Künstlername übernahm, zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. In seiner großflächigen Arbeit „Anna selbdritt“ (4,35 × 6,05 Meter) zeigt er – wie bei Baselitz üblich auf dem Kopf stehend – die heilige Anna mit der Jungfrau Maria und dem Jesuskind, begleitet von Johannes dem Täufer sowie einem Esel. Der Ausdruck selbdritt bedeutet: zu dritt miteinander dargestellt. Das Motiv ist seit dem späten Mittelalter überliefert, jedoch setzt sich Baselitz mit einer eigenständigen Bilderfindung von dem seit dem 10. Jh. verwendeten Staffelungstyp der Anna selbdritt ab, indem er die Figuren nebeneinander aufreiht.

In Zittau wird nun dieses zeitgenössische Kunstwerk in Beziehung gesetzt zu den beiden historischen Zittauer Fastentüchern. Dafür gibt es vielfältige Anknüpfungspunkte: So ist „Anna selbdritt“ ebenfalls eine textile Arbeit, eine Filzmontage auf Nessel. Zudem bezeichnet Baselitz selbst „Anna selbdritt“ als „Vorhang“. Auch die Fastentücher waren Vorhänge, die nicht nur den Altarraum verhüllten, sondern durch ihre bildliche Gestaltung die Blicke auf sich zogen. Der Vorhang kann im Rahmen eines Museumsrundgangs besichtigt werden: Dienstag - Sonntag, 10-17 Uhr. Das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster hat zusätzlich am Pfingstmontag, den 10. Juni, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Quelle: PM & Foto Städtische Museen Zittau, Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster

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