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Nachrichten

Die Gewinner des OLUP stellen sich schon jetzt dieser Herausforderung

Arbeit anders denken

Datum: 04.11.2021
Rubrik: Nachrichten

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung wurde heute Abend der 26. Oberlausitzer Unternehmerpreis (OLUP) an drei regionale Wirtschaftsbetriebe überreicht. Auch die Preisträger des vergangenen Jahres sind für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet worden.
 
Der Charme der Industriekultur in den Räumlichkeiten der Energiefabrik Knappenrode war ein stimmiger Ort, um im Rahmen eines festlichen Abends auf Innovationen und Mut zu mehr Kreativität im Umgang mit Herausforderungen unserer Zeit aufmerksam zu machen. Die Landräte der Landkreise Bautzen und Görlitz überreichten die Urkunden und bedankten sich für die geleistete Arbeit in nicht ganz einfachen Zeiten. Das diesjährige Thema „New-Work“ zeichnete diejenigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus, die trotz oder gerade wegen schwieriger Rahmenbedingungen z.B. flexible Arbeitszeit- und Home-Office-Modelle entwickelten, Engagement für eine motivierende Arbeitsatmosphäre zeigen, nachhaltig sowie ökologisch agieren, mutig voranschreiten, Trends mitbegründen oder auf individuelle Arbeitnehmerbedürfnisse eingehen und in Abläufe integrieren. Die Philosophie wurde ursprünglich durch den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann in den USA entwickelt. Sie bietet Mitarbeitenden aber auch Unternehmen neue Möglichkeiten einer angemessenen work-life Balance und reagiert auf die Umstände sich wandelnder Arbeitsrahmenbedingungen.
 
Bis 24. September gingen 15 Nominierungen für 14 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Oberlausitz ein. Eine branchenübergreifende Jury entschied am 6. Oktober über die Nominierungen und kürte drei diesjährige Preisträger:
 
Jörg Schicktanz von der Schicktanz GmbH in Sohland/Spree
Andreas Heinrich, Kreisentwickler im Landkreis Bautzen, begründet wie folgt: „New Work ist für ein produzierendes Unternehmen, das im 3-Schicht-Betrieb arbeitet eine Herausforderung! Die Produktentwicklung kann flexibel arbeiten, je nachdem, wer wann am produktivsten ist. In der Produktion wird das Ziel angestrebt, die Maschinen so an die Mitarbeiter anzupassen (und nicht umgekehrt), dass diese autonom produzieren. Das ermöglicht mehr Familienfreundlichkeit, da ein Tagesablauf besser auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden kann.“
 
Hagen Schmidt und Sonja Fritsch vom Weichaer Hof in Weißenberg
André Köhler, Regionalmanager der LEADER-Region Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, begründet wie folgt: „Mit ihrem, seit Juli 2019 offiziell als Inklusionsbetrieb anerkannten Unternehmen hat das Ehepaar eine beeindruckende Bereicherung der regionalen Strukturen geschaffen. Das Unternehmen zählt aktuell 22 Mitarbeiter (inklusive Pauschalkräfte), darunter fünf Menschen mit einer Schwerbehinderung. Besonders hierbei legen die Firmengründer viel Wert auf neue, alternative und abwechslungsreiche Arbeitsmaßnahmen. Von einer Hierarchie haben sich Herr Schmidt und Frau Fritsch distanziert.“
 
Birgit Kröber von Mobile Haus-Krankenpflege Kröber GmbH aus Zittau bzw. Hainewalde
Auszug aus der Nominierung durch Claudia Hesse, Angestellte des Unternehmens: „Führung wird hier als Dienstleistung verstanden, um Arbeitszeit als sinnerfüllte Lebenszeit zu gestalten. Wir haben stabile Personalressourcen, gesunde und motivierte Führungskräfte und Mitarbeiter und lösen Probleme ideenreich und schnell. Unser Unternehmen verstehen wir als Organismus mit flachen Hierarchien, wo jeder gleich wichtig ist und sich nicht nur fachlich, sondern v.a. in seiner Persönlichkeit weiterentwickeln kann. Unser Weg: Netzwerke statt Hierarchien; Befähigung statt Kontrolle; Zweck- statt Profitorientierung; Experimente statt starrer Pläne. Dabei ist der Mensch der größte Unternehmenswert.“

Auch die Unternehmerinnen und Unternehmer, die in 2020 Preisträger waren und für ihr Engagement in der Corona-Pandemie geehrt wurden, bekamen durch die Landräte Michael Harig und Bernd Lange ihre Urkunden und Präsente überreicht. Im kommenden Jahr soll der Umweltschutz beim OLUP im Vordergrund stehen.
 
Hintergrundinformationen und Preisträger auf einen Blick

Der OLUP 2020 geht an:
Brigitte Lochner-Beyala, Frieursalon COIFFEUR la fleur d'or
Rüdiger Schaper, KiEZ Querxenland gGmbH
Uwe Stephan, Löbauer Druckhaus GmbH
David Schubert, Schubert Kabel- und Tiefbau GmbH
Steffen Noack, SPIEGEL ART Steffen Noack GmbH & Co. KG
Axel Krüger, Weinhaus Krüger
Carolin Proske, Alten- und Pflegeheim Radeberg
Beate Birnick, GIL Ganzheitliche Ingenieurleistungen GmbH
Udo Rölke, Neue Sächsische Lederwarenmanufactur
Zimer Osmani, La Piazza Kamenz
 
Der 25. Oberlausitzer Unternehmerpreis (2020) wurde durch die Landräte der Landkreise Bautzen und Görlitz als Stellvertreter-Preis ausgelobt und all denjenigen gewidmet, die während der Corona-Pandemie einen hervorragenden unternehmerischen Job machten. Eine Wertung oder Auswahl durch eine Jury entfiel.
 
Der OLUP 2021 geht an:
Jörg Schicktanz, Schicktanz GmbH Sohland/Spree
Hagen Schmidt und Sonja Fritsch, Weichaer Hof – FBS Sonja Fritsch & Hagen Schmidt GbR Königswartha
Birgit Kröber, Mobile Haus-Krankenpflege Kröber GmbH Zittau bzw. Hainewalde
 
Mit der Ausschreibung zum 26. Oberlausitzer Unternehmerpreis (2021) suchten die Landkreise Bautzen und Görlitz Unternehmerinnen und Unternehmer, welche sich der Herausforderung „New Work“ schon vor oder auch während der Pandemie im besonderen Maße widmeten.
 
Die Jury setzte sich aus je einer Vertretung der Industrie- und Handelskammer Dresden, der Handwerkskammer Dresden, der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, der Agentur für Arbeit Bautzen sowie der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH zusammen. Als fachliche Ergänzung wirkte Heiko Miedlich, Betreiber des Lebensgut Pommritz und Gründer der Initiative „New Work Oberlausitz“ mit.
 
Der OLUP wird bereits seit 1996 jährlich ausgelobt und vergeben. Dabei werden aus einer Reihe nominierter Unternehmer drei gleichrangige Preisträger ausgewählt. Mittlerweile gehören 86 Oberlausitzer Unternehmerinnen und Unternehmer zu den Preisträgern. Weitere Informationen sind hier zu finden.
 
Quelle: PM Landratsamt Görlitz
Foto: © Uwe Nimmrichter

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