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Die simul+Mitmachfonds machen einen Lehrpfad zu Jakub Bart-Ćišinski möglich

Ein sorbischer Poet und zehn QR-Codes

Datum: 05.11.2021
Rubrik: Imagefilme

Das Kloster Sankt Marienstern in Panschwitz-Kuckau ist immer einen Reise wert. An einem sonnigen Herbstvormittag wollen wir uns bei diesem Besuch dem Leben des sorbischen Dichters und Geistlichen Jakub Bart-Ćišinski und dem ihm gewidmeten Themen- und Bildungspfad zuwenden. Dazu treffen wir Jadwiga und Dr. Fabian Kaulfürst – sie sind die Initiatoren des neuen Angebotes und wollen mit Christoph Biele vom Sächsischen Landeskuratorium „Ländlicher Raum“ e.V. ein Stück des Pfades gehen.

Der 6,5 km lange Ćišinski-Pfad beginnt in Kuckau, dem Geburtsort des Poeten. Am Nachfolgebau des Geburtshauses ist eine Erinnerungstafel angebracht. Weitere Stationen findet man u.a. im Torhaus und im Hof des Klosters St. Marienstern.

Seit dem April 2021 gibt es insgesamt zehn Stationen, an denen sogenannte QR-Codes auf Tafeln aufgebracht wurden. QR-Codes, das sind diese kleinen, meist schwarz-weiße Quadrate, die mit Hilfe von digitalen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets gescannt werden und zu mehr Informationsangeboten im Internet führen. Mal ist es ein fiktives Interview mit Ćišinski, mal ein Gedicht oder der Blick auf historische Fotos. Unser Weg führt uns zur nächsten Station in den Lippe-Park, hier wurde 1949 das Ćišinski-Denkmal eingeweiht. Später kann man dann auch noch nach Ostro wandern, wo sich an der Kirche St. Benno die Grabstätte Ćišinskis befindet.

2019 hatte die Domowina-Ortsgruppe Panschwitz Kuckau die Idee für den Pfad beim Wettbewerb der Sächsischen Mitmachfonds eingebracht. Wenn auch Sie so eine kreative Idee haben, können Sie diese jetzt bei den simul+Mitmachfonds des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung einreichen. Neu, dass Teilmodul „Lausitz - lebendige Zweisprachigkeit“ ist jetzt eine Erweiterung des Moduls ReWir. Mit den 200.000 Euro Preisgeld werden Ideen ausgezeichnet, die die sorbische Sprache, die sorbische Kultur und das sorbische Leben in Sachsen stärken. Übrigens, die Antragsstellung ist einfach und erfolgt ausschließlich digital.

Bis spätestens 15. November dieses Jahres müssen Sie ihr Konzept eingereicht haben – alle Informationen finden Sie im Internet.

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