Friedlich sterben
Bis ans Lebensende umfassend medizinisch betreut
Jedes Jahr werden es in der Oberlausitz immer mehr Menschen, welche unheilbar erkrankt sind. Viele von den Patienten möchten ihr Lebensende nicht in einem Krankenhaus, sondern oft zu Hause bei der Familie verbringen. Diese Möglichkeit gibt es seit über einem Jahr. Auf einer Pressekonferenz der AOK Plus in der Bautzen wurde am Mittwochnachmittag das Angebot der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung vorgestellt. Im Juli 2010 schlossen die Krankenkassen und der Home Care Sachsen e.V. einen Vertrag ab, der diese Palliativversorgung ermöglichen lässt.
Doktor Jens Papke ist der zuständige Ansprechpartner für die schwer erkrankten Menschen und deren Angehörigen, die an diesem Angebot interessiert sind. Ein spezialisiertes Team aus Ärzten, Krankenschwestern und Sozialarbeitern steht für die Betroffenen rund um die Uhr zur Verfügung und begleitet die Versicherten bis zur letzten Etappe ihres Lebens. Diese Betreuung könnte zum Beispiel ein Hausarzt in der Region gar nicht allein leisten.
Bisher haben 464 Patienten diese Leistung wahrnehmen können, welche von den Krankenkassen komplett gefördert wird. Davon sind bereits 341 Patienten friedlich verstorben. Reichlich 70 Prozent konnten zu Hause im Kreise der Familie ihre letzte Ruhe finden. Weil die Nachfrage auch im Raum Löbau-Zittau gestiegen ist, führt die AOK Plus in diesen Tagen Vertragsgespräche mit dem Home Care Sachsen e.V.
Foto: Dr. med. Jens Papke, Vorstandsvorsitzender des HSC e.V., Internist und Palliativmediziner
















